Aminosäuren-Infusion

Aminosäuren sind organische Verbindungen, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff zusammengesetzt sind. Aminosäuren sind die bevorzugte Quelle für den lebenswichtigen Stickstoff. Alle Proteinstrukturen unseres Körpers werden aus Aminosäuren aufgebaut, daher werden sie auch als Grundbausteine unseres Körpers bezeichnet.

Aus Aminosäuren werden im menschlichen Körper aber auch alle wichtigen Botenstoffe wie Hormone oder Neurotransmitter hergestellt. Bei einem Defizit an bestimmten Aminosäuren könnten sich möglicherweise Symptome entwickeln, die sich durch die verminderte Menge an Neurotransmittern erklären lassen: Depressionen, Erschöpfung oder Antriebsarmut. Auch Immunschwächen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten durch einen Mangel an Aminosäuren negativ beeinflusst werden, ebenso könnte es möglicherweise zu Haarausfall und Hautproblemen oder Wundheilungsstörungen kommen.

Durch eine Blutanalyse können eventuelle Defizite an Aminosäuren aufgedeckt und gezielt zugeführt werden. Am schnellsten geschieht dies durch individuelle Infusionen, welche bei Bedarf auch mit Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien kombiniert werden können.

Einige wichtige Aminosäuren und ihre Aufgaben im menschlichen Organismus:

Lysin:
Wesentlicher Baustein des Kollagens (mit Glycin und Prolin), Unterstützung der Knochenmineralisation durch Förderung der Calciumresorption aus dem Darm, Synthese von Carnitin (mit Methionin), Aktivierung von Enzymen, Verbesserung der Glukoseaufnahme in die Zellen, Steigerung der Immunkompetenz.

Glycin:
Beteiligung am Kollagenstoffwechsel, antioxidative Wirkung als Bestandteil des Glutathions, Unterstützung der Entgiftungsvorgänge in der Leber, inhibitorischer Neurotransmitter (entkrampfend, entspannend), Synthese von Kreatin (Energieproduktion in der Muskelzelle).

Glutamin:
Hauptenergiesubstrat der Zellen des Immunsystems und des Gastrointestinaltraktes, Regulation der Muskelproteinbilanz, Glutathion-Biosynthese, Regulierung des Säure-Base-Haushaltes als Ammoniak-Donator, Regeneration von Schleimhautzellen im Magen-Darm-Trakt.

Arginin:
Vorstufe des gasförmigen Neurotransmitters Stickstoffmonoxid, Endothelfunktion und Regulation Gefäßtonus, Vasodilatation, Erhöhte Sauerstoffversorgung der Gefäße, Ammoniak-Entgiftung, Kollagensynthese und Wundheilung, Hormonfreisetzung (Insulin, Katecholamine, Wachstumshormone), Stimulation der Thymusdrüse, Aktivierung der T-Lymphozyten und NK-Zellen, Spermienfunktion.

Ornithin:
Abbau von Ammoniak, Leberregeneration, Regeneration von Brandverletzungen, Ausschüttung von Wachstumshormonen, Ausstoß von Insulin.

Methionin:
Schlüsselrolle im Homocysteinkreislauf, anxiolytisch, antidepressiv, Bildung von Adrenalin, Melatonin und Acetylcholin, Inaktivierung von Histamin, Steigerung der Herzleistung, Detoxifikation von Xenobiotika.

Phenylalanin und Tyrosin:
Bildung von Insulin und Stabilisierung des Blutzuckers, Entgiftung, Bildung von Neurotransmittern (Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin), Bildung von Cholecystokinin im Magen (appetitzügelnd), Tyrosin ist Baustein der Schilddrüsenhormone, Bildung des Hautpigments Melanin (UV-Schutz).



Hinweis:
Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d. h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.